Kimonobänder © V.Nagata

Kimonobänder für den richtigen Halt des Kimono

Kimonobänder halten alles zusammen

Kimonobänder sind quasi die „Verschlüsse“ für den Kimono, denn ein Kimono hat bekanntlich keinerlei Verschlüsse wie Knöpfe, Reißverschlüsse oder Ähnliches. Ganz ohne Hilfsmittel geht es also nur schlecht oder gar nicht. Der Obi alleine kann den Kimono nicht zusammenhalten, er ist nur das dekorative i-Tüpfelchen für den Kimono. Wer also nicht nach wenigen Bewegungen schon völlig „aufgelöst“ dastehen mag, dem seien diverse Kimonobänder wärmstens empfohlen.

Einige Beispiele für Kimonobänder

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Koshihimo aus Seide Shibori © KIMONO-KIMONO Die Enden einer Koshihimo © V.Nagata Seidene Koshihimo aus antikem Kimonostoff © V.Nagata Koshihimo aus Seide Shibori © KIMONO-KIMONO Weiße Koshihimo aus Musselin © KIMONO-KIMONO Magicbelt, dehnbar mit Klettverschluss © V.Nagata Waistbetl, dehnbar mit Hakenverschluss © V.Nagata

Koshihimo

Koshihimo bzw. Karihimo sind Kimonobänder, die dazu dienen, den Kimono oder den Obi am Körper zu befestigen, ob nun dauerhaft oder nur vorübergehend. Normalerweise handelt es sich um Musselin- oder Seidenbänder in doppelter Lage und mit maximal 5 Zentimetern Breite. Musselin (Baumwolle oder Wolle) ist sehr gut geeignet zum Binden des Kimono, da es sehr leicht ist und überhaupt nicht aufträgt bei gleichzeitiger hoher Stabilität. Außerdem ist es sehr pflegeleicht und verrutscht nicht so leicht. Seide ist auch verbreitet als Koshihimo-Material, neigt aber mehr zum Verrutschen als Musselin, da die Oberfläche von Seide generell etwas glatter ist als bei Musselin.

Datejime

Das Datejime ist ein etwas breiteres Kimonoband, meist aus weniger glatter Seide (Shioze). Andere Materialien sind auch denkbar, solange sie für guten Halt sorgen. Man kann ein oder zwei Datejime verwenden, je nachdem, ob man nur den Kimono in Taillenhöhe damit bindet oder vorher auch den Juban. Das Datejime glättet die Kleidung um die Taille herum und sorgt so für einen weitgehend faltenfreien Sitz.
Datejime gibt es zum Binden oder auch mit Klettverschluss, dehnbar oder fest, aus verschiedensten Materialien. Ein Datejime ist ca. 10 Zentimeter breit und etwas fester als Koshihimo und Tasuki, ähnlich wie ein leichter Hakata-Obi (ungefütterter, einlagiger Seidenobi).

Magicbelt

Der Magicbelt kann als moderner Ersatz für das Datejime verwendet werden. Hier gilt das Gleiche wie beim Waistbelt: man spart Mühe und Zeit beim Anlegen des Kimono. Verschlossen wird der Magicbelt mit einem Klettverschluss. Normalerweise ist der Gurt dehnbar und oft auch in der Länge verstellbar. Für den Sommer gibt es Magicbelts aus netzartigem Gewebe (Mesh) für eine bessere Luftzirkulation.
Ein Magicbelt ist etwa 8-10 Zentimeter breit, je nach Modell.

Waistbelt

Der Waistbelt kann wie ein Koshihimo eingesetzt werden. Im Gegensatz zu diesem ist der Waistbelt jedoch dehnbar und außerdem in der Länge verstellbar. Anders als beim Koshihimo muss der Waistbelt nicht mehrfach um die Taille gewunden werden, sondern nur einmal. Es gibt allerdings auch doppelt lange Waistbelt, die zweimal herumreichen. Dieses Band ist besonders praktisch für Kitsuke-Einsteigerinnen und diejenigen, die es eilig haben.
Zusätzlichen Nutzen hat man auch bei bestimmten Obischleifen, wenn die zusätzliche Befestigung von Teilen des Obi nötig wird.

Tasuki

Das Tasuki ist nicht zum Anlegen des Kimono notwendig, sondern dient zum vorübergehenden Hochbinden der Ärmel. Auch für Kyûdô wird z.B. ein Tasuki benötigt. Es hilft dabei, die Ärmel zu sichern und sorgt gleichzeitig für mehr Bewegungsfreiheit.
Ein Tasuki ist in der Länge und Breite einem Koshihimo sehr ähnlich. Man kann selbstverständlich einfach ein Koshihimo als Tasuki verwenden.

In diesem Video wird gezeigt, wie das Tasuki so gebunden wird, dass die Ärmelschleppe aus dem Weg ist:

Video: © Junsei Ryu Bunjutsu Renmei 2011

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