Maemigoro und Ushiromigoro © V.Nagata

Maemigoro und Ushiromigoro: Vorder- und Rückenteil des Kimono

Der Zweck von Maemigoro und Ushiromigoro

  • Maemigoro und Ushiromigoro bilden gewissermaßen die Leinwand für Kimonokünstler und Kimonohandwerker. Hier kommen Webtechniken, Muster, Malereien, Stickereien und jegliche Färbetechniken am besten zur Geltung.
  • Die Länge eines Frauenkimono wird durch das Einziehen einer Taillenfalte (ohashori) reguliert. Dadurch gibt es in der Größe immer einen gewissen Spielraum. Bei Männerkimono gibt es kein ohashori, hier sollte die Länge zum Kimono-Träger passen. Bei Frauenkimono sind Maemigoro und Ushiromigoro daher grundsätzlich länger als bei Männerkimono.

Das Aussehen

  • Maemigoro und Ushiromigoro haben jeweils die Form eines sehr langgezogenen Rechtecks. Die Breite ist identisch mit der Breite eines japanischen Stoffballens. In der Länge benötigt man für diese beiden Teile die größte Stofffläche am Kimono.
  • Mae-migoro und ushiro-migoro werden für den Kimono 2x zugeschnitten. Jeweils ein Maemigoro und ein Ushiromigoro bilden dabei eine nahtlose Einheit, die sich in einem Stück von vorne über die Schulter bis über die Ferse zieht. Es gibt keine Schulternaht!
  • Etwa in der Mitte des rechten und linken Stoffteils wird ein quer verlaufender Einschnitt in der Breite des Nackens vorgenommen. Dort wird der Kragen angenäht.
  • Die zwei Ushiromigoro werden mit einer senkrechten Naht genau auf der Längsachse des Rückens miteinander verbunden. Die Naht reicht vom unteren Rückensaum bis hoch zum Kragenschlitz.

Platzierung am Kimono

Maemigoro und Ushiromigoro © V.Nagata

Maemigoro und Ushiromigoro © V.Nagata

Posted in Kimono-Teile and tagged , , , , , , , .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.