Länge der Obijime - optimale Länge ausrechnen © KIMONO-KIMONO

Die optimale Länge der Obijime – eine Faustformel

Faustformel für die richtige Länge der Obijime

Die optimale Länge der Obijime kann man mit folgender Formel berechnen*:

Taillenumfang in cm x 1,9 = Länge der Obijime

Bei einem Taillenumfang von ca. 80 cm kommt man also mit der japanischen Standardlänge von 150 Zentimetern sehr gut aus.
Die Faustformel geht davon aus, dass die Enden der geknoteten Obijime in ausgestrecktem Zustand etwa bis an die Seitennaht des Kimono heranreichen sollten. Diese Länge gewährleistet, dass man die Enden gut auf die traditionelle Weise in die Obijime stecken kann, ohne dass sie zu nah an den Knoten heranrücken.

Mehr Umfang – längere Obijime

Für einen Taillenumfang von 100 cm ergibt sich auf der Basis der Faustformel eine Obijime-Länge von 190 cm. Diese Länge ist zwar erhältlich, allerdings nicht bei jedem Händler. Längen zwischen 175cm und 190cm hingegen sind durchaus handelsüblich. Man bezeichnet die Überlängen als „choujaku-Obijime“ (jp.: 長尺帯締め), also lange Obijime. „choujaku“ bezeichnet allerdings keine festgelegte Standardlänge, sondern schwankt je nach Anbieter zwischen etwa 170 bis 196 Zentimetern Länge.

Einige Rechnungsbeispiele

Taillenumfang

Faustformel

Länge der Obijime

90 cmx 1,9171 cm
100 cmx 1,9190 cm
110 cmx 1,9209 cm
120 cmx 1,9228 cm

Wenn die Länge der Obijime nicht reicht

Länge der Obijime - optimale Länge ausrechnen © KIMONO-KIMONO

Unterschiedlich lange Obijime © KIMONO-KIMONO

Wenn die Obijime zu kurz ist, rutschen die Enden der Kordel mehr zur Mitte, also zum Knoten hin. Oft muss man sich mangels besserer Lösung damit abfinden.
Man kann aber auch selber kreativ werden und eine Obikordel in der richtigen Länge anfertigen. Wie ich im Artikel Obijime: über die Arten schon beschrieben habe, geht das durchaus, wenn man bestimmte nötige Eigenschaften der Kordel berücksichtigt.

Oder man trägt die Hiragumi-Obikordel wie eine Sanbuhimo mit Obidome. Dann gewinnt man nämlich einige Zentimeter, da für diese Art Obijime die Enden ruhig kurz sein dürfen. Da der Knoten in diesem Fall nach hinten in die Obischleife hineingeschoben wird, sind die zu kurzen Enden in diesem Fall sogar von Vorteil! Die Obidome setzt dann auf der Vorderseite den optischen Schwerpunkt, dort, wo normalerweise der Knoten sitzen würde.
Diese Lösung funktioniert allerdings nur, wenn die Größe der Obidome und der Obijime zueinander passen. Aber auch hier kann man mit Erfindungsreichtum einiges bewirken.

*Die hier genannte Faustformel beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und ist natürlich nicht als unfehlbare Formel zu sehen!

Mehr über Obijime bei KIMONO-KIMONO:

Posted in Kimono-Accessoires, Kimono-Zubehör, News and tagged , , , , , , , , , .

2 Comments

  1. Pingback: Hiragumi-Obijime: Obikordel für alle Zwecke | KIMONO-KIMONO

  2. Pingback: Hiragumi-Obijime: The Versatile Obi Cord | KIMONO-KIMONO

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.