Kimono-TPO für Frauen © V.Nagata

Kimono-TPO: welchen Kimono tragen Frauen wann?

Für jeden Anlass gibt es einen Kimono. Bei Frauen ist die Kimono-Auswahl allerdings etwas komplizierter als bei den Männern, allein schon aufgrund der wesentlich größeren Kimono-Designpalette. Es gelten aber dieselben Basis-Konditionen, die u.a. bestimmen, aus welchem Material der Kimono gefertigt sein muss, damit er für gewisse Anlässe passt. Was hinter Kimono-TPO steckt, erfahren Sie hier.

Auswahl des Kimono © V.Nagata

Die Auswahl des Kimono – 6 wichtige Anhaltspunkte

Wenn Sie Ihr Kimono-Hobby ernsthaft betreiben möchten, sollten Ihnen einige Grundregeln bekannt sein, die den Rahmen für die Auswahl Ihres Kimono und der zugehörigen Accessoires abstecken. So vermeiden Sie allzu große Fehler. Denn nicht jeder Kimono sollte von jedem und zu allen Gelegenheiten getragen werden, vor allem in der Gesellschaft von Japaner/innen.

Kimono-Pflege © V.Nagata

Kimono-Pflege Teil 1: Was muss man beachten?

Im Allgemeinen trägt man in Japan einen Kimono sehr umsichtig – man verhält sich so, dass das gute Stück nicht verschmutzt. Vor dem Tragen wäscht man sich, man macht keine hektischen Bewegungen, damit die Ärmel nicht hängen bleiben, man achtet darauf, wie und wohin sich setzt. Trotzdem kann einmal ein Missgeschick passieren. Was dann?

Was ist der Unterschied zwischen Damen- und Herrenkimono?

Sehen Herrenkimono anders aus als Damenkimono? Natürlich sind Nichtjapaner nicht an Kimono-Konventionen gebunden, auch bei der Entscheidung für einen Frauen- oder Männerkimono. Allerdings wirkt es doch etwas befremdlich, wenn ein gestandener Mann in einem geblümten Frauenkimono daherstolziert. Auch wenn Muster und Stoff bei einigen Kimono-Modellen auf den ersten Blick fast identisch scheinen mögen, gibt es doch einige wesentliche Unterschiede.

Kimono-Lagerung: Wie bewahrt man einen Kimono richtig auf?

Aufhängen oder falten? Westliche Kleidung kann man problemlos auf einen Kleiderbügel hängen, auch für längere Zeit. Bei einem Kimono ist das jedoch nicht auf Dauer zu empfehlen, da sich sonst der Stoff mit der Zeit an einigen Stellen verzieht oder unerwünschte Falten oder Ausbuchtungen bekommt. Wie man eine Kimono richtig aufbewahrt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kasane-eri / Date-eri © V.Nagata

Der Kasane-eri / Date-eri: Zierkagen für den Mehrlagen-Effekt

Im 16. Jahrhundert waren bei den Hofdamen ein mehrlagige Kimono sehr beliebt (jûnihitoe = „12 ungefütterte Kimono“). Damals trug man tatsächlich viele leichte Kimono übereinander – zu sehen waren die vielen Lagen an den Säumen des Kimono-Ensembles. Heute ist von dieser Pracht nur ein winziger Hauch übrig und man beschränkt sich auf die Vortäuschung von meheren Lagen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Kimonokragen - eri © V.Nagata

Der Kimonokragen (eri) – Form und Aussehen

Der Kimonokragen (eri) in seiner heutigen V-Form hat seinen Ursprung in der späten Kofun-Zeit bzw. frühen Nara-Zeit. Er wird – anders als bei uns – immer links über rechts geschlossen, unabhängig vom Geschlecht des Kimono-Trägers.

Okumi - der Überlappungsbereich © V.Nagata

Okumi – der Überlappungsbereich des Kimono

Beim Verschließen des Kimono liegt die linke Kimonoseite über der rechten, unabhängig vom Geschlecht des Kimono-Trägers. Es gibt zwei identisch geschnittene Okumi: eins für die linke und eins für die rechte Kimonoseite.

Japanisches Textilhandwerk

Ist japanisches Textilhandwerk dem Untergang geweiht?

Was wäre das japanische Textilhandwerk ohne den Kimono?

Viele Färbe- und Webtechniken wären möglicherweise erst gar nicht entstanden bzw. hätten nicht diese Vollendung erfahren, wenn die Wertschätzung der Japaner für ihre traditionelle Kleidung nicht über weit mehr als 1000 Jahre dermaßen hoch gewesen wäre.