8-Kimonoteile © V.Nagata

Die 8 Kimonoteile: Namen und Positionierung am Kimono

8 Kimonoteile für 1 Kimono, nicht mehr.

Ein ungefütterter Kimono setzt sich aus 8 Kimonoteilen zusammen. Für einen Kimono benötigt man einen japanischen Stoffballen mit 12-13 Metern Länge und knapp 40 Zentimetern Breite, egal, ob Männer- oder Frauenkimono.

Nur gerade Schnitte

Schrägen oder Rundungen zu schneiden ist beim traditionellen Schnitt weder nötig noch üblich. Obwohl beim fertigen Kimono der Kragen auf der Vorderseite schräg verläuft, wird der Stoff jedoch nicht schräg zugeschnitten, sondern die abzuschrägenden Teile in den Kragen eingefaltet. Dies verleiht dem Kragen gleichzeitig eine gewisse Festigkeit.
Auch bei den Ärmeln, die je nach Kimono-Art an einer Stelle mehr oder weniger abgerundet sind, wird nicht durch Schneiden abgerundet sondern durch abnähen und raffen.

Beim Zuschnitt entsteht kein Rest

Wenn man einen Kimono auf traditionelle Weise aus einer japanischen Stoffrolle zuschneidet, bleibt kein Reststück übrig. Umgekehrt lassen sich aus einem aufgetrennten Kimono wieder 8 Kimonoteile gewinnen. Daraus kann man eine komplette Stoffrolle mit der ursprünglichen Länge zusammennähen. Letzteres wird übrigens bei der traditionellen Reinigungsmethode tatsächlich praktiziert. Man bezeichnet dieses Vorgang als araihari.

Die 8 Kimonoteile an ihrer vorgesehenen Position

Die folgende Darstellung zeigt die 8 Kimonoteile vor dem Zusammennähen. Hier kann man sehen, dass 3 der 8 Kimonoteile doppelt vorhanden sind: die Ärmel, die Körperteile und die Überlappungen. (Auf das Bild klicken für eine Vergrößerung)

Die 8 Kimonoteile © KIMONO-KIMONO, V.Nagata

Die 8 Kimonoteile © KIMONO-KIMONO, V.Nagata

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